Gedanken eines Anderen

KG für AE 1

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Gedanken eines Anderen befasst sich mit den Bereichen Fantasy, Mythologie, Neuzeit, Horror, Thriller, Science Fiction und macht Lust auf mehr.

Gedanken eines Anderen erzählt Geschichten über Elben, Zwerge, Vampyre, Dämonen und Engel und verbindet mythologische Wesen wie den Wikinger Anführer Björn Schildbrecher oder die reine Finsternis Olg.

Gedanken eines Anderen trifft in der Neuzeit auf Werwölfe und Auftragskiller und einen Engel, der Verzweifelt nach etwas sucht und erlebt epische Schlachten in einer nicht allzu fernen Zukunft.

Ein Sammelband von Kurzgescchichten, die wirklich jedem Leser etwas bieten und eine Brücke schlagen zwischen Fantasy, Neuzeit und Science Fiction.

AEon Universum. Mystische Fantasy-Fiction auf einem neuen Level!

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Leseprobe zu

Gedanken eines Anderen,

Kurzgeschichten nicht von dieser Welt:

 

Björn Schildbrecher

Björn stand am Bug seines Langschiffs. Die Männer und Frauen, allesamt tapfere Krieger, ruderten aus Leibeskräften um gegen die Wellen anzukämpfen, die Thor, der Donnergott, ihnen entgegenschleuderte. Blitze zuckten. Der Wind peitschte und bereits zwei Männer waren über Bord gegangen. Sie waren jetzt in Walhalla, um an Odins Tafel zu schmausen, zu saufen und zu feiern. Björn fragte sich im Stillen, womit sie Thor so erzürnt haben mochten und ob sie wohl heute alle an Odins Tafel Platz nehmen würden. Björn, den allen nur den Schildbrecher nannten, weil er bei ihrem letzten Beutezug vor drei Sommern, allein und mit zwei Äxten bewaffnet einen Schildwal aus vierzehn Kriegern des verfeindeten und verhassten Jarl Ingwart gesprengt und berserkergleich alle vierzehn verfeindeten Krieger regelrecht zerfetzt hatte, blickte auf die meterhohen Wellen und rief Odin persönlich um Hilfe. Wenn jemand Thors Zorn besänftigen konnte, dann war es wohl nur der Göttervater selbst. Es blitzte und donnerte und Regen und Sturm nahmen noch einmal um Heftigkeit zu. Zwei weitere Krieger, ein Mann und eine Frau, wurden Opfer der Wellen und gingen über Bord. Zwei weitere, tapfere Krieger für Odins Tafel, zwei Äxte mehr für Ragnarök und den Weltenbrand. Dann, schlagartig wurde die See wieder ruhig und glatt, der Sturm ebbte ab. Keine Blitze mehr, kein Donnern mehr. Der Regen und der Wind, vor nicht all zu langer Zeit tödliche Hiebe austeilend, hörten schlagartig auf und es war, als hätte es niemals einen Sturm gegeben. Der Schildbrecher dankte Odin und blickte sich um. Thorvalt, Ranströg, Helga und Bren. Schwere Verluste für die kleine Kriegstruppe, die Björn auf seinen Beutezügen schon seit einigen Jahren begleitete. Vier herausragende Krieger. Odin hatte gut gewählt, sie an seine Seite zu holen. Björn schmerzte es dennoch. Ihm fehlten nun vier seiner besten Leute im kommenden Raubzug und doch erfüllte die Wärme und das Wissen seinen Leib, dass Thorvalt, Ranströg, Helga und Bren nun an Odins Seite waren. In Walhalla.

Die Geschichte rund um den Wikingerkrieger Björn Schildbrecher ist in der Zeit um 800 angesiedelt (vgl. Wikinger). Auch im zweiten Kurzgeschichtensammelband „MondRäuber“ hat Björn wieder seinen Auftritt.

Der Engel des Todes

Einsam saß sie im Park, schon seit Jahren, Tag für Tag.

Seitdem sie 80 Jahre geworden war, war ihre Hüfte kaputt. Sie konnte kaum gehen. Vielleicht lag es an dem vielen Sport, den sie in ihrer Jugend gemacht hatte, an dem vielen Reisen, den unterschiedlichen Ländern, die sie besucht hatte. Immer auf Achse war sie damals gewesen.

Früher, ja früher, da war sie noch fit gewesen, aber seit ein paar Jahren fiel ihr das Gehen immer schwerer. Ihre Gehilfe lehnte an der Parkbank, dort wo sie schon immer gelehnt hatte. Die Bank, die sie schon seit Jahren jeden Tag besuchte. Tag für Tag saß sie hier von morgens bis abends.

Ideal gelegen an einem kleinen idyllischen Weiher, abgelegen von der Hauptroute, wo sich die Touristen aufhielten, konnte sie dennoch von Zeit zu Zeit verliebte Pärchen beobachten, oder den knackigen Jogger, der alle zwei Tage um die gleiche Uhrzeit an ihr vorbei lief. Jung und stramm war er, ein wenig attraktiv vielleicht, doch das war es nicht einmal, was Beatrice an ihm so anziehend fand. Es war seine Jugend, seine Agilität, seine Muskeln. Wenn er im Sommer an ihr vorbeilief, zeichnete der Schweiß seine Muskelpartien an den Armen, den Schultern und am Rücken nach. Noch einmal jung sein, noch einmal mit ihm laufen. Beatrice hing oft ihren Gedanken nach, während sie dort, abgeschieden und von der Welt vergessen, auf ihrer Bank saß und auf den Weiher starrte. Zweimal am Tag herrschte jedoch geschäftiges Treiben im Park, wenn Banker (Beatrice nannte sie heimlich Bankster, den sie hatte vor ein paar Jahren viel Geld durch Spekulationsgeschäfte verloren) oder Leute aller Art in ihrer spärlichen Mittagspause durch den Park hetzten um die eng bemessene Zeit mit einem hastig heruntergeschlugenen Essen zu verbringen um dann ja wieder pünktlich und brav in ihren Hamsterkäfig zurückzukehren und ihren Geschäften nachzugehen, die sie irgendwann, manche früher, manche später, ihre Gesundheit, ihre Zeit und ihre Familien kosten würden. Nicht alle natürlich, aber Beatrice kannte diesen Schlag Menschen. Geldgeil und wichtig, sehr wichtig, und wenn sie dann spät 37 abends zuhause waren, zu müde um mit ihren Kindern zu spielen, brachen sie über ihrem Fertigfraß aus der Mikrowelle und einer gehirnzerfressenden, aber abendfüllenden Unterhaltungssendung auf der Couch zusammen, bis sie sich morgens wieder zu ihrer Arbeit quälten, dem Wochenende hinterherfieberten oder sich ihre Zeit mit Unwichtigem vertrieben.

Die perfekten Familien, bis man hinter die Fassade und hinter den Schein blickte. Einsamkeit, Verzweiflung, Trauer, Gewalt, Drogensucht. Wenn Beatrice diese Menschen sah, war sie doch wieder froh, dass ihr Leben anders verlaufen war und dass sie ihr Alter unbeschwert, naja, bis auf ihre Gesundheit die in den letzten Jahren etwas gelitten hatte, aber das war ja normal, genießen konnte. Normalerweise war Beatrice ganz in Gedanken versunken, nur wenige Menschen verirrten sich bisher auf ihre Bank und wenn es doch mal einer an diesen Ort schaffte, dann blieben sie meistens nicht lange. Die ruhige, nette alte Dame mit der Gehhilfe gab wohl keine gute Gesprächspartnerin ab, kein Wunder, war sie ihr Leben lang ja eher der Zuschauer gewesen als der aktive, extrovertierte Part.

„Hallo, darf ich mich zu Ihnen setzten?“.

Beatrice erschrak als sie aus ihren Tagträumen gerissen wurde. Ein etwa 30-35 jähriger junger Mann, adrett gekleidet, stand vor ihrer Bank. Die Haare etwa schulterlang und doch schon ergraut trotz seines jugendlichen Alters strahlte das junge, hübsche Gesicht Beatrice an und nach alter Gentlemanmanier wartete er, dass sie ihn dazu aufforderte sich zu setzten.

„Natürlich dürfen Sie junger Mann, setzen Sie sich ruhig“ – „Danke“, sagte er und ließ sich neben ihr auf der Bank nieder. Sie musterte ihn verstohlen. Nachdem er sich gesetzt hatte, hatte er direkt sein Mobiltelefon, eines von diesen neumodischen Dingern mit dem Berühr-Bildschirm aus der Tasche gezogen und begonnen, eine Nachricht zu schreiben.

Die Jugend von heute, ständig an diesen Dingern, dachte Beatrice bei sich.

Nachdem beide kurze Zeit auf den Weiher geblickt hatten, begann das Handy des jungen Mannes zu vibrieren, scheinbar erhielt er 38 eine Antwort. Er blickte kurz auf das Gerät, „checkte seine Mails“, wie die coolen Kids wohl heute sagen würden, dann steckte er sein Telefon wieder in die Tasche und blickte Beatrice unvermittelt und mit breitem Grinsen an: „Das waren mal gute Nachrichten“, sagte er und strahlte über das ganze Gesicht.

Das erste, was ihr auffiel, waren seine tiefblauen Augen, so blau wie das reinste Eis.

Wenn sie jünger gewesen wäre, sie hätte sich vom Fleck weg in ihn verliebt, hätte sich ihm hingegeben, hätte sich hier und jetzt…

„Das freut mich“, zwang sie sich stattdessen zu sagen.

Sie musste ihn wohl schon eine Weile angestarrt haben, doch dieser unbekannte, junge Mann strahlte sie einfach nur an, als wenn es keinen Morgen gäbe. Als wären sie, Beatrice und er, die einzigen Menschen auf der gesamten Welt, als wären sie die einzigen Mensch auf einem Segelschiff auf den Weiten des Ozeans, eines tiefblauen, unendlich unergründlichen Ozeans.

Sie wollte darin eintauchen, sich in den sanften Wellen und der zarten Berührung des tiefblauen Wassers verlieren.

„Oh, Entschuldigung, ich habe mich noch nicht vorgestellt, mein Name ist Cole“, sagte er unvermittelt. Seine Worte waren süß wie Honig und doch brachten sie Beatrice aus ihrer Träumerei.

Kurz verzog sie den Mund als ihr bewußt wurde, dass dieser Kerl 50 Jahre jünger war als sie und er es ganz einfach geschafft hatte, sie zu verzaubern.

„Mein Name ist Beatrice“, stellte sie sich ihm vor.

Er lächelte sie an, seine Zähne waren weiß wie frisch gefallener Schnee und dieses Lächeln.

„Das ist ein schöner Name“. Die Frau in Beatrice schmolz dahin.

Er schaute ihr noch einen kurzen Augenblick in die Augen, dann wanderte sein Blick wieder auf den Weiher. Eine Entenfamilie hatte es sich in der Mitte des kleinen Sees gemütlich gemacht.

Die jungen Küken spielten ausgelassen im Wasser während Mama Ente sorgsam darauf achtete, dass keines ihrer Kinder die Sicherheit der Gruppe verließ.

Es war eigentlich schon Herbst, aber die Wärme des Sommers hielt sich hartnäckig.

Der Park war noch bevölkert von Vögeln aller Art. Synphonien von Gezwitscher hallten durch das Blattwerk der Bäume.

Der Winter kam dieses Jahr wohl sehr spät, dachte Beatrice bei sich.

Als hätte er ihre Gedanken gelesen seufzte Cole plötzlich.

„Erzählen sie mir ein wenig über sich“, sagte er. Beatrice war hin und her gerissen. Sie kannten sich jetzt vielleicht zehn Minuten, eigentlich kannten sie sich gar nicht, der Kerl war 50 Jahre jünger als sie und wollte plötzlich etwas über sie wissen? Und trotzdem, tief in ihr regte sich der Wunsch, die Einsamkeit zu durchbrechen und endlich mit jemandem zu reden.

„Ach wissen sie, eigentlich weiß ich schon alles was ich wissen muss über Sie“, er strahlte sie an, seine Augen unschuldig wie der Morgen, sanft wie eine Sommerbrise, dieses Lächeln.

Unvermittelt stand er auf „Beatrice“, er reichte ihr die Hand. Fast gegen ihren Willen stand sie auf. Mit wackligen Beinen hielt sie gerade noch ihr Gleichgewicht. Cole umarmte sie sanft. „Danke“.

Er reichte ihr ihre Gehhilfe, sie stützte sich darauf und als er einen Schritt zurück trat und in seine Manteltasche griff, liefen ihr die Tränen über die Wangen.

Plop.

Der Schuß aus der schallgedämpften Pistole war kaum zu hören.

Er hatte ihr genau zwischen die Augen geschossen. Tränen liefen über ihre Wangen als die Welt um sie herum dunkel wurde. Beatrice brach über ihrer Gehilfe zusammen.

Cole nahm sanft ihren Körper, legte sie ins Gras, schloß ihre Augen und blickte auf die Entenfamilie in der Mitte des Weihers.

Ja, der Winter kommt dieses Jahr spät, aber er kommt immer, dachte er bei sich als er den Kragen seiner Jacke hochzog und in den Trubel der Stadt eintauchte.

Abspann

Beatrice Müller, oder Ubanda Mumpu, wie sie in den 80 Jahren in Afrika genannt wurde war der Engel des Todes. Sie vergiftete ganze Dörfer, löschte tausende Leben aus im Namen ihres Auftraggebers, des Blutdiamanten Kartells. Frauen, Kinder, Alte, Schwache. Alljene, die nicht in den Diamantenminen arbeiten konnten, wurden von ihr getötet.

Sie wechselte ständig ihre Identität und blieb nie lange an einem Ort.

Die CIA brauchte über dreißig Jahre um ihr auf die Schliche zu kommen.

Ubanda Mumpu wurde mit 85 Jahren erschoßen im Central Park gefunden.

Die grausige Tat schaffte es in die Abendnachrichten und der Tenor war im Allgemeinen, daß ja jetzt alte Damen in Parks nicht mehr sicher waren.

Nach einer Woche Schlagzeilen gab es jedoch wieder neue Aufreger und neue News. Die Polizei stellte die Ermittlungen daraufhin ein, der Druck der Öffentlichkeit ebbte ab und zu viele neue Fälle warteten bereits.

So oder so ähnlich könnte sich diese Geschichte zugetragen haben. Viele Menschen vergessen (leider) ihre Menschlichkeit, wenn die Gier die Oberhand gewinnt. Diese Geschichte ist meiner Feder entsprungen und hat (natürlich) keinen Bezug zu der bekannten Realität (obwohl es mir geschmeichelt hat, dass ich von einigen Lesern gefragt wurde, ob die Geschichte so passiert ist 🙂 ). Ein kleiner Auszug, was euch liebe Leser im Bereich von Krimi und Thriller erwarten wird. Ich hoffe es wird euch gefallen.

DIE OMEGA NACHRICHT

Die Triebwerke jaulten auf. Der FXS 117 Langstrecken-Stealth-Jäger für Orbitale und Sub-Raum-Gefechte beschrieb eine abrupte Kurve. So groß wie ein kleiner Zerstörer war er so wendig wie eine Katze und konnte, im Gegensatz zu den handelsüblichen Zerstörern, von nur einem Piloten bedient werden. Jack wurde heftig in den Sitz gedrückt. Trotz Vakuum konnten sich aufgrund der Beschleunigung und der Flugmanöver bis zu 58 g im Cockpit eines so agilen und tödlichen Jägers wie des FXS 117 entwickeln. 58 g, also 58 mal das eigene Körpergewicht, was auf der Wirbelsäule lastete. Hätte Jack auch nur eine Sekunde länger darüber nachgedacht, wäre er unweigerlich ins Zweifeln gekommen, wie so ein komplexes System wie der menschliche Körper mit seinen doch so zerbrechlichen Knochen, Muskeln und Sehnen einer derartigen Belastung standhalten konnte, ohne einfach in der Mitte durchzubrechen. Doch Jack hatte im Moment nicht die Zeit, sich über so etwas Triviales wie seinen eigenen Körper Gedanken zu machen. Die beiden feindlichen Jäger der Inquistior-Klasse waren ihm dicht auf den Fersen und hatten schon mehrfach ihre Salven nach ihm abgefeuert.Obwohl die Glass und die Fanatics offiziell keinen Krieg austrugen, schließlich ging es ja um die Rettung der gesamten Menschheit und der All-Kaiser versuchte eigentlich jede derartige Handlung zu unterbinden, kam es immer wieder zu kleineren Scharmützeln oder Überfällen seitens der Fanatics auf die Glass. Meistens griffen die Fanatics mit ihren Jägern aus dem Hinterhalt an, zerstörten ein paar Transporter der Glass und wurden dann ihrerseits vom Geleitschutz vernichtet. De Facto ein Null-Summen-Spiel, aber mit Fanatikern konnte man eben nicht verhandeln, da sie nichts außer ihrer eigenen Ideologie prisen. Die Fanatics setzten lieber ihre eigenen Leute aufs Spiel und verloren dabei regelmäßig ihre Jäger, statt die Glass und ihre Transporter mit dem wertvollen und überlebenswichtigen Helium 3 nach Terra gelangen zu lassen. Diesmal war Jack dran. Normalerweise konnte die primitive Technologie der Fanatics die Stealth-Jäger der Glass nicht orten, aber Jack war selbst Schuld an diesem Schlamassel.

Er war quasi über die im Nahorbit des Mondes wartenden Jäger gestolpert, weil er schlichtweg vergessen hatte, sein Langstrecken-Subraum-Scanner neu zu justieren. Sein Auftrag sah eigentlich vor, eine wichtige Botschaft, die aufgrund ihrer Geheimhaltungsstufe Omega nicht mit den Langstrecken-Transmittern übermittelt werden durfte, persönlich und unter Einsatz aller Kräfte nach Terra zu bringen. Er war derart aufgeregt, dass er die Umstellung der Scanner schlicht vergaß. Zu spät bemerkte er die sich an seine Fersen heftenden Inquistior-Jäger und aufgrund der Geheimhaltung konnte er auch keine Hilfe mehr anfunken. Die Nachricht war wichtiger als sein Leben, die höchste Priorität überhaupt, und er hatte sich durch einen dummen Fehler diese zwei Parasiten eingefangen die ihn nun schon seit ganzen drei Minuten verfolgten und immer wieder mit ihrem Laserfeuer bearbeiteten. Es musste sich um neue Jäger handeln, normalerweise benutzten die Fanatics Projektilwaffen oder Flammengeschütze, vielleicht war es Beutegut und sie hatten es von den Orbitern gestohlen oder für eine Ladung Schmieröl von den Robotics getauscht. Jack mahnte sich zur Konzentration. Obwohl sein Schiff den beiden Fanatics mit ihren antiquierten Inquisitor Jägern haushoch überlegen war, war allein die Tatsache, dass sie ihn angriffen und dann noch verfolgten und unter Feuer nahmen ein Grund zur Beunruhigung. Vielleicht waren sie nicht alleine, sonst wären sie wahrscheinlich niemals das Risiko eingegangen, sich auf ein Raumgefecht mit ihm einzulassen. Andererseits, es waren Fanatics, unberechenbar in ihrer Verblendung und Ideologie. Die Laserimpulse trafen Jacks Jäger wie Hammerschläge. Verdammt! Das war knapp. Die Panzerung hielt zwar, aber noch so ein Treffer durften die Fanatics nicht mehr landen. Ihre Zielsysteme waren alt, fast unbrauchbar und dennoch konnte jeder verirrte Lasterstrahl der M1 Klasse mit etwas Glück sein Cockpit durchschneiden als wäre es Butter. Verdammt nochmal! Die Wissenschaftler der Glass arbeiteten noch immer fieberhaft mit den Orbiter Wissenschaftlern zusammen an dem Magnetischen-Null-Energie-Schutzschild, aber wenn Jack diese beiden Tangos jetzt nicht los wurde, würde er noch nicht einmal das Ende dieses Standart-T-Tages erleben.

Er musste sie schnell ausschalten und dann in den Stealth-Modus gehen bevor noch mehr von ihnen auftauchten. Die FXS 117 flog erneut eine Kurve, dann eine komplizierte, langgezogenen Dreifachschraube, um dem ärgsten Laserbeschuss zu entgehen. Die beiden Fanatics feuerten unterdessen unablässig weiter. Jack mußte sich hinter sie setzten oder sie würden ihn beharrlich weiter in die Zange nehmen. Plötzlich kam ihm eine Idee. Als er sich sicher sein konnte, dass der Winkel der ihn verfolgenden Fanatics-Jäger nicht ausreichte, um sein Schiff ernsthaft zu beschädigen, trat er das Bremspedal voll druch. Innerhalb von drei Sekunden stoppte sein Jäger von annähernd 1.000 km/h auf 0. Die Schubumkehr griff quasi sofort und Jack prallte so heftig mit dem Kopf auf das Steuerpult, dass er sich im Helm die Nase brach und sich mehrere Blutergüsse, Prellungen und Quetschungen am ganzen Körper zuzog. Das Adrenalin, welches durch seine Blutbahnen schoss, ließ ihn jeden Schmerz vergessen. Hätte Jack in dieser Situation Ruhe zum Nachdenken gehabt, er hätte sich wohl in die nächste Nervenklinik eingewiesen. Nein, erst in ein Krankenhaus, dann in die Nervenklinik!, verbesserte er sich im Stillen. Zum Nachdenken blieb Jack allerdings keine Zeit, die Jäger der Fanatics hämmerten an ihm vorbei und sein automatisches Zielerfassungssystem vernichtete den Truppführer mit einer Salve aus seiner eigenen Laserkanone. Der zweite Fanatic entkam dem ultraheißen Lichtblitz, der Pilot hatte etwas schneller geschaltet als sein Kollege und trat ebenfalls voll auf die Bremse. Sein Inquisitor-Jäger stoppte innerhalb von 6,9 Sekunden. Dies rettete ihm zwar das Leben vor Jacks Laserbeschuss, jedoch rissen bei dem riskanten Manöver mehrere Schläuche zum Cockpit und dabei entstand ein etwa faustgroßes Loch in der normalerweise gepanzerten Scheibe. Die Größe des Lochs reichte aus um augenblicklich den gesamten Sauerstoff aus dem Cockpit zu jagen. Der Pilot wurde dabei in Fetzen gerissen und der Jäger trudelte mit der verbliebenen Restbewegung in die unendlichen weiten des Alls. Jack atmete auf, Blut lief im aus den Nasenlöchern. Glück im Unglück, wenigstens etwas!, dachte er bei sich. Nachdem er sich kurz gesammelt und im Geiste den Konstrukteuren seines Anzugs gedankt hatte, dass er dieses Manöver überlebt hatte, wischte er sich das Blut aus dem 64 Helmvisier und setzte seine Reise nach Terra fort. Die Omega Nachricht hing sicher und versiegelt im Stasisbehälter unter seinem Sitzt. Diesmal achtete Jack auf seine Langstrecken-Scanner und behielt das Display den gesamten Flug über im Auge. So etwas würde ihm nie wieder passieren, das schwor er sich. Seine gebrochene Nase pochte dabei im Ping des Subraum-Scanners freudig vor sich hin.

Im Bereich Science-Fiction spielt diese Story in der ersten Dekade der kleineren Scharmützel zwischen den Glass und den Fanatics. Die nachfoldenden Weltraumschlachten werden die Menschheit erneut an den Rand des Untergangs bringen.

Ich hoffe euch hat diese kleine Auswahl gefallen. Gedanken eines Anderen, Kurzgeschichten nicht von dieser Welt beinhaltet eine Fülle von Fantasy, mystischen und Science-Fiction Geschichten jeglicher Ausprägung.

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Kapitelübersicht

Gedanken eines Anderen,

Kurzgeschichten nicht von dieser Welt:

 

  • Fantasy

    • Der Freund der Schneetannen

    • Oh diese Goblins

    • Das Nebelmoor

    • Die Auferstehung

    • Mehr als Silber

    • Das Rudel

    • Auf der Jagd

  • Mythologie

    • Berserker

    • Björn Schildbrecher

    • Finsternis

    • Die Plage

    • Kinder des Zorns

  • Horror/ Krimi/ Thriller/ Neuzeit

    • Der Engel des Todes

    • Die Splatter Party

    • Finde den Schatz

    • Niemals aufgeben!

    • Erkennen

    • Ihre Augen

    • Schlechter Schlaf

  • Science Fiction

    • Die Omega Nachricht

    • Der erste Titan

    • Plasmafeuer

    • Wasch rein die Schuld

 

Ihr seht, sowohl im Fantasy, im mystischen (von Mythologie bis Neuzeit) als auch im Science Fiction Bereich wird euch einiges Geboten.

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Auch der Nachfolger, MondRäuber, Kurzgeschichten für die Nacht steht schon in den Startlöchern:

KG 2 Cover 7 (2)

 

Über den Autor:

Der Autor CvR 3

Chris von Reidt wurde 1983 in NRW geboren.

Er war Fallschirmjäger der Bundeswehr, hat eine Kaufmännische Ausbildung im Finanzbereich und schreibt leidenschaftlich gerne Bücher.

Ausserdem ist er als Vlogger und Krav Maga Instructor tätig und baut zur Zeit eine gemeinnützige, nicht rechtsfähige Stiftung für den guten Zweck auf.

 

Angaben ohne Gewähr, Änderungen jederzeit möglich
Chris von Reidt
Copyright: Chris von Reidt
Belata