Um Harlequins Breite

Fan Fiction zu Warhammer 40.000

von Games Workshop

(von Ian Livingstone, Steve Jackson und John Peak gegründet)

Chris von Reidt

Um Harlequins Breite

Der rostfarbene Regen lief über seine Ceramit Rüstung. Ganze Sturzbäche des industriell verseuchten Giftregens wuschen die letzten Reste des Xenos Blutes und der Eingeweide ab. Überall um ihn herum bildeten sich miasmische Kaskaden, surreale Muster aus Farben und, wenn man die Knochen und Panzerplattenrüstungen noch dabei zählte, auch von Formen, die jedem imperialen Bildhauer alle Ehre erwiesen hätten. Vor ihm, auf dem zerstörten und aufgeplatzten Asphalt der imperialen Grenzstadt, eines Mega Molochs vollgestopft mit Menschen, Gene Kulten, Häretikern und anderem Abschaum, lag der zerstörte und fast bis zur Ungekenntlichkeit zerrissene Körper eines Xenos. Calvar deaktivierte sein mit heiligen Runen verziertes Kettenschwert und verstaute seine Plasmapistole in seinem Beckenholster. Mit seinem Stiefel zertrat er den Schädel der Kreatur, gegen die er noch vor wenigen Sekunden einen erbitterten Kampf gefochten hatte. Er war um Haaresbreite aus diesem Kampf als Sieger hervorgegangen. Sicher ist sicher, dachte er, als sein Stiefel den länglichen Schädel splittern ließ und Knochen und Gehirnmasse über den Boden verteilte. Calvar betrachtete die Zerstörung. Überall lagen Körper. Seine Brüder, gefallen für den Gott- Imperator und ihren Primarchen, loyale imperiale Soldaten, dahingemäht wie Korn bei der Ernte und eine beachtliche Anzahl Xenos, viele in ihren bunten Kleidungen mit spitzen Helmen und filigran anmutenden Waffen. Der als Aeldari klassifizierte Xenosabschaum hatte Calvars Klaue einen erbitterten Kampf geliefert. Alle neun seiner Brüder waren heute ausgelöscht worden, dazu fünfzig imperiale Soldaten. Und alles nur, um den Xenos Hexer und seine Elite Garde zu vernichten, die in dieser Stadt schon länger für Angst und Schrecken gesorgt hatten. Menschen waren Verschwunden, Einrichtung sabotiert worden, okkulte Zeichen tauchten auf und Nachts flüsterte man hinter vorgehaltener Hand von Augen, die einen beim Schlafen beobachteten. Die lokale Regierung merkte recht schnell, dass sich in ihrer Stadt etwas zusammen braute und nachdem bereits die letzten Truppen imperialer Soldaten zerstückelt aufgefunden worden waren, bat man die Marines der Götterdämmerung um Hilfe. Es handelte sich zwar um eine für das Imperium eher unbedeutende Grenzwelt, jedoch durften die Marines nicht zulassen, dass sich Xenosabschaum in ihrem Protektorat breit machte und so entsendete das Oberkommando einen taktischen Trupp, der als schnelle Eingreiftruppe fungierte und den Geschehnissen auf den Grund gehen sollte. Seit zwei Wochen waren sie nun auf der Jagd. Zwei Wochen unermüdliche Hatz durch die ausladenden Katakomben, durch die Wohn- und Arbeitskomplexe. Zwei Wochen voller Scharmützel, Hinhalte-Taktiken und Hinterhalten. Calvar blickte auf die bunt gescheckte, fremdartige Rüstung des Anführers der Xenos. Was sie hier wollten? Warum sie hier waren? Das sollten die Psioniker klären! Seine Mission war erfüllt. Über das Vox rief er einen Thunderhawk. Er wollte von diesem Planeten runter, so schnell wie möglich, doch zunächst musste er die Gensaat bergen. Die Servitoren würden die Gefallenen und die Ausrüstung in den Thunderhawk laden und die getöteten Xenos für weitere Studien konservieren. Bruder Scriptor Xardas würde sich später um diesen Abschaum kümmern und zusammen mit dem Apothecari die Obduktionen durchführen. Nach dem Abflug des Thunderhawks würde die örtliche Regierungstruppe die Leichen der imperialen Soldaten bergen. Dann würde Sergeant Calvar von der dritten Kompanie, 3.Trupp, seinem Commander und Scriptor Xardas Bericht erstatten, seine im Kampf gefallenen Brüder ehren, den Imperator und seinen Primarchen loben und seine Ausrüstung reinigen. Danach würde er mit einem neuen Trupp auf eine neue Mission geschickt werden. Alles Routine im Dienst des Imperators, doch eins wußte Calvar vom heutigen Tage an. Er würde die Aeldari mit jeder Faser seiner zwei schlagenden Herzen hassen. Er würde sie hassen und jagen bis sie aus dem Universum verschwunden sein würden. Niemals würde er ihnen die Schrecken verzeihen, die er in diesen zwei Wochen erlebt hatte. Er zückte seinen Gladius und mit grimmigem Gesicht begann er das blutige Handwerk der Gensaat Ernte.

 

Games Workshop / Warhammer 40.000 / Warhammer

Games Workshop wurde 1975 von Ian Livingstone, Steve Jackson und John Peake in London gegründet. Die Ursprünge liegen im Brett- und Rollenspielbereich. Heute umfasst die Welt von Games Workshop unzählige Bücher, Fan Arts, Tabletop Spiele und erweitert sich täglich.

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Wer sich für die Space Marines interessiert, sollte auf jeden Fall einen Blick auf diese Homepage werfen:

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Ich besitze keinerlei Rechte an dem Spiel oder der Entwicklung. Die Götterdämmerung, jede Geschichte und jeder von mir erfundene Charakter ist reine Fan Fiction und für den nicht kommerziellen Gebrauch bestimmt.

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